Emil Maier

Emil Maier (1876 - 1932)

Emil Maier, geboren am 11.08. 1876 in der „Alten Mühle“ in Dunningen, wurde in der Weimarer Republik einer der bedeutendsten Politiker Süddeutschlands. Bereits mit siebzehn Jahren trat er als junger Buchdruckergeselle in die SPD ein, in einer Zeit, als Sozialdemokraten in katholischen Gebieten als „vaterlandslose Gesellen“ und „gottlose Menschen“ galten.
Als Lokalredakteur der „Volksstimme“ in Mannheim legte er sich zwischen 1904 und 1908 wiederholt mit der Obrigkeit an, was ihm nicht weniger als 34 Redaktionsstrafen einbrachte.

In der Novemberrevolution 1918 setzte er sich als einer der drei Vorsitzenden der badischen Arbeiter- und Soldatenräte vehement für die parlamentarische Demokratie und gegen ein bolschewistisches Rätesystem ein.
Als Heidelberger Stadtrat (1912 bis 1931) und Leiter des städtischen „Holzhofes“ baute er innerhalb weniger Jahre einen kommunalen Wirtschaftsbetrieb auf, der über 200 Mitarbeitern Arbeit und Brot brachte.

Seit 1909 war Maier Landtagsabgeordneter im badischen Landtag, ab 1931 badischer Innenminister. In diesem Amt legte er sich trotz aller Drohungen und Angriffe – ihm wurden im Landtag Prügel angedroht, er wurde als Puppe an einem Baum aufgehängt - immer wieder mit den Nazis an. Mitten in diesem Kampf starb Emil Maier am 14.08.1932. Vermutlich hat ihn dieser frühe Tod davor bewahrt, ins KZ gebracht zu werden, wie etliche seiner langjährigen Mitstreiter.

 

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