Jahreshauptversammlung 2015

Ein würdiger Rahmen für unseren Berthold

Ehrung für den wichtigsten Sozialdemokraten im Kreis Rottweil

Berthold Kammerer erhält die Willy Brandt Medaille

„Wenn ich es mir so recht überlege, so ist Berthold Kammerer derzeit eigentlich der wichtigste Sozialdemokrat im Kreis Rottweil“, leitet der SPD-Kreisvorsitzende Klaus Eisenhardt die Verleihung der Willy Brandt Medaille an Berthold Kammerer ein. Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Dunninger SPD-Ortsvereins wurde Kammerer mit dieser höchsten Auszeichnung, welche die SPD zu vergeben hat, nicht nur für seine 40jährige Mitgliedschaft in der Partei, sondern auch für sein über 30jähriges Engagement in führender Position geehrt. Zunächst als Beisitzer im Vorstand, dann als Geschäftsführer, als Schriftführer und seit 25 Jahren als Kassierer des Ortsvereins habe er seit Jahrzehnten Verantwortung auf örtlicher Ebene übernommen, seit zwei Perioden als Fraktionssprecher im Kreistag sei er erster Mann der SPD im Kreis.

Diese hervorgehobene Stellung bemerke man allerdings erst auf den zweiten Blick, denn besonders charakteristisch für die politische Arbeit Kammerers sei nicht der große Auftritt, sondern seine Ausgeglichenheit, seine ruhige, sachorientierte Art, charakterisierte Eisenhardt den Geehrten. In genau dieser Art trug Kammerer auch seinen Kassenbericht für das Jahr 2014 vor, das dem Verein zwar aufgrund der Kommunalwahlen einen Abmangel beschert habe, aber genau dafür erwirtschafte man schließlich die Gelder. Neben der Kommunalwahl sei das Vereinsjahr wiederum durch Aktivitäten im vorpolitischen Raum geprägt gewesen, stellte Vorsitzender Hans-Peter Storz in seinem Rechenschaftsbericht fest. Die Teilnahme am Kinderferienprogramm, der gut besuchte Kinderflohmarkt und der Nikolausnachmittag im Haus am Adlerbrunnen seien traditionell fester Bestandteil des Jahresprogramms. Daneben habe der Ortsverein in Stammtischen und offenen Mitgliederversammlungen als einzige politische Gruppierung in der Gemeinde regelmäßig den Kontakt zu den Bürgern gesucht und Diskussionen über vor allem kommunale Themen ermöglicht. Nach den Berichten der Schriftführerin Paola Notheis und der Kassenprüfer Margitta Arnegger und Josef Reichert war es an Bürgermeister Dr. Stephan Kröger die Entlastung der Vorstandschaft zu beantragen, welche dann einstimmig erteilt wurde. In seinem historisch weit ausholenden Grußwort dankte der Bürgermeister den Sozialdemokraten für ihr Engagement zum Wohle der Bürger und erinnerte dabei beispielhaft an deren Initiativen für die Möglichkeiten betreuten Wohnens in der Gemeinde, die letztlich zum Bau des „Hauses am Adlerbrunnen“ geführt hätten.

Bei den anstehenden Wahlen der Delegierten zu Kreiskonferenzen erhielten Alfred Haberstroh, Jürgen Lurk und Frank Maier das Vertrauen der Versammlung, zu Ersatzdelegierten wurden Hans-Peter Storz und Holger Cherubin gewählt. Bei der Wahl des Landtagskandidaten werden Paola Notheis, Frank Maier, Holger Kindermann, Berthold Kammerer und Dennis Mattes den Ortsverein vertreten, Alfred Haberstroh und Hans-Peter Storz wurden als Ersatzkandidaten gewählt.

Den inhaltlichen Schwerpunkt der Versammlung bildete der „Bericht aus Berlin“ der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken aus Calw über die Bemühungen und Erfolge der SPD im Kampf um mehr soziale Gerechtigkeit. Hier verwies die Parlamentarierin zuallererst auf die Einführung eines flächendeckenden allgemeinen Mindestlohns zum 1. Januar 2015, mit dem die SPD in der großen Koalition eine Verbesserung für Millionen Arbeitnehmer erreicht habe. Auch für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen wurden im Sinne sozialer Gerechtigkeit mit dem Pflegestärkungsgesetz Leistungen spürbar ausgeweitet und die Zahl der Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen erhöht. Auch für Frauen wurde mit dem Gesetz für gleichberechtigte Teilhabe an Führungspositionen (Quote) ein wichtiger Schritt hin zur Chancengerechtigkeit der Geschlechter getan. Für ältere Arbeitnehmer wurde mit den Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung die Möglichkeit geschaffen, nach 45 Beitragsjahren mit 63 Jahren ohne Abschläge in Altersrente gehen zu können. Nicht zuletzt seien auch die bereits durchgeführten oder in Kürze geplanten Entlastungen der Kommunen und entsprechende Investitionsprogramme ein Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit zwischen den Menschen in den Ballungsräumen und denen im ländlichen Raum. Denn „nur reiche Leute können sich arme Kommunen leisten“, bilanzierte die Politikerin diesen Teil ihrer Ausführungen.

 

Klaus Eisenhardt ehrte unseren Berthold mit der Willy Brandt Medaille
Hohe Ehrung für Berthold Kammerer

 

Saskia Esken, MdB aus Calw referierte zum Thema soziale Gerechtigkeit
Saskia Esken, MdB referierte über soziale Gerechtigkeit

 

Als neues Mitglied konnten wir Dennis Mattes begrüßen
Dennis Mattes, neuestes Mitglied unseres Ortsvereins

 
 

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