Vereinsausflug 2012

SPD-Fahrt ins „Nachhaltige Oberland“ – Blick über den Kirchturm
Anregungen für Bürgerbeteiligung und ehrenamtliches Engagement

Eine eindrucksvolle Reise ins Oberland erlebten die Mitglieder und Gäste beim Jahresausflug des SPD- Ortsvereins. Schon die Fahrt über die Schwäbische Alb bei schönstem Wetter sorgte für eine gute Stimmung. Kurz vor Riedlingen tauchte der heilige Berg der Oberschwaben, der Bussen, am Horizont auf und im „Haus am Stadtgraben“ schmeckte dann allen das leckere zweite Frühstück, das von den Riedlinger Genossen um Elke Märkle bestens vorbereitet war.
Der Vorsitzende Josef Martin stellte die Seniorengenossenschaft vor, eine Selbsthilfeeinrichtung bei der „Bürger helfen Bürgern“ das Leitbild darstellt. Das Ziel, den Mitgliedern alle erforderlichen Hilfen zu günstigen Konditionen anzubieten, damit diese bis zum Lebensende in ihrem Wohnumfeld verbleiben können, wird durch vielfältige Angebote angestrebt. Neben der Tagespflege, die vor allem pflegende Angehörige entlastet, ermöglicht die barrierefreie Wohnanlage durch das bürgerschaftliche Engagement sehr günstige Konditionen. Betreutes Wohnen, Essen auf Rädern und Hilfen rund ums Haus gehören zum sozialen Netzwerk, bei dem vor allem das Potential älterer Menschen genutzt wird. Diese können später, wenn sie selbst Hilfe benötigen, die Leistungen der Seniorengenossenschaft in Anspruch nehmen.
Durch die Fußgängerzone ging es zum Rathaus, wo die Gruppe bereits von Stadtbaumeister Suck erwartet wurde. Er informierte über die Stadtentwicklung und die Bemühungen, das Wohnen in der Altstadt attraktiv zu gestalten und den Verkehr umzuleiten. In einem Stadtrundgang konnten neben den herrlich restaurierten Gebäuden und Plätzen auch noch manche Sanierungsfälle betrachtet werden.
Nach diesem abwechslungsreichen Vormittag ging die Fahrt übers Land nach Leutkirch zum Bürgerbahnhof. Dort wurde die Gruppe herzlich vom Vorsitzenden Jochen Narr zum Mittagessen in der Gaststätte begrüßt. Christian Skrodzki begeisterte mit der Erfolgsgeschichte dieses bürgerschaftlichen Engagements. Ein marodes Bahnhofsgebäude in einer tristen Umgebung stand kurz vor dem Aus. In wenigen Monaten gelang es den Initiatoren, die Bürger von der Sanierung des Bahnhofs zu überzeugen und über 1 Mio. Euro Bürgerkapital zusammenzubringen. In 18 Monaten wurde das Gebäude vorbildlich saniert und mit neuem Leben erfüllt. Im Dachgeschoss stellte Bürgermeister Bendel die „Stadt Leutkirch“ vor. Nicht nur beim Bahnhof sondern auch bei anderen Projekten setzt Leutkirch auf vorzeitige Bürgerbeteiligung. Der Verwaltung in Zusammenarbeit mit aktiven Bürgern gelingt es hervorragend, die Leutkircher zum Mitmachen zu animieren. „Man muss die Bürger emotional erreichen und glaubwürdig auftreten“, nennt Bendel einen Grund für diesen Erfolg. Die Stadt Leutkirch wurde in diesem Jahr bereits zum 4. Mal Bundessieger in der Solarbundesliga. Die Aktivitäten der Leutkircher Energiegenossenschaft erläuterte Berthold König. Mit dem Ausblick auf die „Nachhaltige Stadt Leutkirch“ verabschiedete Bendel die Besucher. Herzlich bedankte sich der Organisator Hans-Peter Storz für die beeindruckende Präsentation.
Der Abschluss fand im Biergarten der „Schöre“ in Dietmannsweiler bei Tettnang statt, von dem aus man die gerade laufende Hopfenernte miterleben konnte. Über den Bodensee führte dann der Weg zurück in die Heimatgemeinden.

 

 

 

 
 

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